Über Birgit Tümmers

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„Building Bridges – Connecting Women in the Fehmarnbelt Region“

Einladung zu unserer Frauenveranstaltung am 31. Mai 2021

Bei den Fehmarnbelt Days 2021, die digital stattfinden, wird die feste Querung erstmals aus einem weiblichen Blickwinkel betrachtet: Prüfen die Frauen und Frauenverbände der Region die neuen Möglichkeiten, die der kommende Tunnel bieten wird? Sind sie vorbereitet auf neue Kontakte und Geschäfte sowie den Austausch mit Frauen auf der anderen Seite des Fehmarnbelts?

Darüber sowie über unterschiedliche Erfahrungen von Frauen in der Fehmarnbelt-Region wird in der Veranstaltung diskutiert. Das Panel ist hochrangig besetzt mit interessanten Frauen aus Norddeutschland, Dänemark und Schweden. Über eine digitale Netzwerk Lounge können sich im Anschluss die Referentinnen sowie alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer digital miteinander austauschen.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Einladung.

Kostenlose Anmeldung unter: https://app.eu.veertly.com/v/fehmarnbeltdays2021
Das Programm finden Sie unter: https://fehmarnbeltdays.com/programme/

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Veranstalter: Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg; Kooperationspartner: European Women’s Management Development (EWMD), FBBC – Fehmarnbelt Business Council, Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) Hanse, Handelskammer Hamburg, HELGA STÖDTER-STIFTUNG, Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, Ministerium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) Landeverband Hamburg/Schleswig-Holstein, Vereinigung für Frauen im Management e.V. (fim).

 

2021-05-27T14:18:21+02:00Mai 27th, 2021|

Helga Stödter in der Dokumentation ›Die Rastatter Prozesse‹ von Judith Voelker

Im Frühjahr 1946 fanden in Rastatt vor dem Obersten Französischen Militärgericht die ›Rastatter Prozesse‹ statt. Sie gehörten zu den größten alliierten Kriegsverbrecherprozessen nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit der Pflichtverteidigung der deutschen Angeklagten wurde die junge Juristin Helga Kloninger betraut. Sie heiratete später den Reeder und Juristen Rolf Stödter, dessen Namen sie annahm. Helga Stödter engagierte sich zeitlebens für die Verbesserung der gesellschaftlichen Stellung von Frauen. Sie war Gründungsmitglied und bis zu ihrem Tod im Jahr 2011 Ehrenvorsitzende von fim.

Die 45-minütige Dokumentation ›Die Rastatter Prozesse‹ von Judith Voelker wird am 17.05.2021 um 23:35 Uhr im Ersten gezeigt und ist danach für 90 Tage in der ARD-Mediathek abrufbar (eine 90-minütige Fassung des Films wurde am 4.5. auf ARTE erstausgestrahlt).

Foto: Stefanie Bruckner als Helga Kloninger, SWR/moving story media/Hans Jakobi

Pressemeldung des SWR

 

2021-05-05T12:49:30+02:00Mai 5th, 2021|

Wie mehr Teilhabe von Frauen ermöglichen?

Welches Finanzthema beschäftigt Sie derzeit?

Einerseits, wie wir den Weg für mehr Investitionen in Innovationen mit Impact und Nachhaltigkeit bereiten können. Dabei beschäftigt uns grundsätzlich die Frage: Wie ermöglichen wir mehr Teilhabe von Frauen? Andererseits, wie sich das Zinsniveau entwickelt, welche Alternativen wir für Einlagen anbieten, die im Einklang mit dem Risikoprofil der Kundinnen stehen bzw. wie wir heute den Begriff Sicherheit defi nieren.

Die drei großen Themen der Finanzbranche?

Zum einen Nachhaltigkeit und Transformation. Die Begleitung der privaten Kundinnen und der Unternehmen im Transformationsprozess in eine klimaneutrale, ressourcenschonende, sozial nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft. Die Finanzierung von Klimaschutz, Mobilität, Healthcare, Innovation, Bildung, Kreislaufwirtschaft und sozialer Entwicklung spielt eine große Rolle. Herausfordernd wird es bei den Fragen: Wie wird die Entwicklung messbar und welche Daten werden dazu benötigt? Ein weiteres Thema ist die digitale Produktentwicklung. Entscheidend sind die Aspekte: Etwa wie digital personalisierte Angebote, die mit Künstlicher Intelligenz konzipiert werden, in Einklang mit Datensouveränität, -ethik und -sicherheit gebracht und wie damit die Beratungsqualität und der Kundennutzen erhöht werden können. Das dritte Thema ist Beyond Banking. Das bedeutet die Durchsetzung digitaler Marktplätze und daraus abgeleiteter Geschäftsmodelle und welche Rolle künftig Banken im Alltag unserer Kundinnen spielen, insbesondere wie interessante Angebote mit Finanzbezug passend zum Lebensstil offeriert werden können.

Annett-Katrin Wohlgemuth,
Direktorin BW Bank & BW Bank-Initiative BeWoman

Sheconomy Dossier 1/2021

2021-04-21T21:36:18+02:00April 21st, 2021|

Ein zufriedenes Leben

Auf den ersten Blick ist der ADAC thematisch gesehen ein Männerverein. Ist es für Frauen im Zuge der Digitalisierung attraktiver geworden, dort Karriere zu machen?

Ich kann nur über die ADAC Versicherung sprechen, und da muss ich ganz klar sagen: Die ist überhaupt kein Männerverein. Im Gegen teil! Wir sind vier Personen im Vorstand und davon sind zwei Frauen. Auch in der Gesamtversicherung haben wir bei dem Thema Frauen in Führungspositionen eine Quote von fast 50 Prozent. Ich erlebe die Versicherung als sehr fortschrittlich. Auch das Thema Männer in Elternzeit und großzügige Homeoffice-Regelungen erleichtern das Arbeiten ungemein. Also für mich ist es ein absolut attraktiver Arbeitgeber. Nach einem Tief im Frühling vergangenen Jahres sind die PKW-Neuzulassungen zuletzt wieder angestiegen.

Inwiefern hat sich dieser Einbruch auf das Geschäft ausgewirkt?

Tatsächlich sehen wir ein geringeres Interesse am Markt. So sind zum Beispiel die Google-Suchen um circa sieben Prozent zurückgegangen. Wir haben laut Kraftfahrt-Bundesamt 13 Prozent weniger PKW-Neuzulassungen und knapp drei Prozent weniger Besitzumschreibungen in 2020 gehabt. Die ADAC Versicherung konnte sich trotzdem gegen den Markt stellen. Also wir sind sehr zufrieden, wir haben ein gutes Kraftfahrtergebnis.

Gab es in Ihrer Karriere einen Erfolg, der von anderen Menschen wesentlich höher bewertet worden ist als von Ihnen selbst?

Ja, und zwar Karriere, eine glückliche Partnerschaft, Kinder und gesellschaftliches Engagement unter einen Hut zu bringen. Und gleichzeitig ein zufriedenes Leben zu führen! Für andere ist das sehr ungewöhnlich, und ich werde von anderen Damen immer wieder gefragt, wie ich das schaffe. Für mich fühlt sich das aber gar nicht so schwer an, weil ich viel Unterstützung habe. Es gibt ja so einen schönen Spruch: »Der wichtigste Erfolgsfaktor für die Karriere einer Frau ist die richtige Partnerwahl.« Das kann ich absolut bestätigen.

Wie oft mussten Sie selbst schon den ADAC rufen?

Tatsächlich schon zwei Mal. Zuletzt 2019, da sprang der Motor meines Autos nicht an und ich habe die Pannenhilfe gerufen, die auch sehr schnell kam. Ich habe Starthilfe bekommen und nach 60 Minuten konnte ich weiterfahren. Das war eine super Betreuung. Claudia Tuchscherer, seit 2020 Mitglied des Vorstandes der ADAC Versicherung, über den hohen Frauenanteil im Unternehmen, die Wichtigkeit einer richtigen Partnerwahl und ihre eigene Erfahrung mit der Pannenhilfe.

Claudia Tuchscherer, seit 2020 Mitglied des Vorstandes der ADAC Versicherung, über den hohen Frauenanteil im Unternehmen, die Wichtigkeit einer richtigen Partnerwahl und ihre eigene Erfahrung mit der Pannenhilfe.

Text: Viktoria Nedwed

Sheconomy Salon 1/2021

2021-04-21T21:38:41+02:00April 21st, 2021|

Partnerschaft am Weltfrauentag: fim-Frauen setzen Impulse für den Women’s Circle der CHG-Meridian AG

Der Kick-off des internationalen Projekts Women’s Circle bei der CHG-Meridian AG mit Sitz in Weingarten fiel mit der Wahl des Termins am 08. März 2021 zeitgleich auf den Weltfrauentag. 125 interessierte Mitarbeiterinnen des internationalen Technologiedienstleisters mit insgesamt 1400 MitarbeiterInnen aus unterschiedlichen Ländern nahmen an dem virtuellen Event teil, das den Anfang setzt für eine stärkere Inklusion und Vielfalt im Unternehmen.

Für die Keynote waren zwei unserer hochkarätigen Führungskräfte aus der fim e.V. Regionalgruppe Stuttgart geladen: Anja Herter, Region Manager South-West der General Logistics Systems (GLS) Germany, und Carmen Wittmer, Chief Marketing Officer und Head of Brand & Marketing der AXA Konzern AG.

Beide Speakerinnen gaben eindrücklich persönliche Einblicke, welchen Herausforderungen sie auf ihrem Karriereweg gegenüberstanden und teilten ihre Learnings mit, um als Frau erfolgreich als Führungskraft zu agieren und in Männerdomänen zu bestehen. Natürlich ist soziale Kompetenz, ein guter Ausbildungsgrad, Vernetzung und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein notwendig, um eine Führungsposition zu erhalten. Aber auch die Fähigkeit, Dinge direkt anzusprechen, eine bewusste Körpersprache und die Haltung, es nicht jedem recht machen zu wollen, helfen Frauen, die Karriereleiter zu erklimmen.

Erfolg kommt darüber hinaus auch mit gut ausgeprägtem Organisationstalent, Empathie für das Team und die Fähigkeit ein Wir-Gefühl zu erzeugen, um gemeinsam das gesteckte Ziel zu erreichen. Führungsstärke hat mit Kultur und Charakter zu tun. Frauen können mit ihrem eigenen Führungsstil und ihren weiblichen Stärken in besonderer Weise zum Erfolg des Unternehmens beitragen, so Anja Herter und Carmen Wittmer.

Über den Women’s Circle sollen nun die Mitarbeiterinnen der CHG-Meridian AG zukünftig eine Plattform erhalten, um sich zu vernetzen und relevante Themen zu identifizieren, sich über Work-Live-Balance und Teilzeit-Modelle auszutauschen oder zu Karrierefragen zu diskutieren. Dr. Mathias Wagner, Vorsitzender des Vorstands der CHG-Meridian AG und Schirmherr des Projekts, hat fim bewusst für den Auftakt ausgewählt, um für seine Mitarbeiterinnen einen starken Impuls zu setzen. Er stellte heraus, wie wichtig für ein prosperierendes, sich weiter entwickelndes Unternehmen Diversität sei. Frauen sollen im Unternehmen stärker als vorher ein Umfeld der Gleichberechtigung vorfinden, das ihnen ermöglicht, auf allen Führungsebenen Leistung erbringen und beitragen zu können. Wagner unterstrich, dass dies der Anfang ist, um Ideen voranzutreiben und ermutigte die Teilnehmerinnen, sich zahlreich und aktiv am Austausch im Women’s Circle zu beteiligen. »Je mehr Stimmen es sind, umso erfolgreicher wird die Umsetzung der Diversität sein«, so Wagner.

Text: Verena Walz
Foto: Anja Herter, Carmen Wittmer

2021-03-23T18:00:30+01:00März 23rd, 2021|

Gleiche Bezahlung der Arbeitsleistung von Frauen und Männern keine Realität!

10. März: Equal Pay Day 2021

Das Aktionsbündnis Equal Pay für Hamburg, ein Zusammenschluss von dreizehn Frauenverbänden und Organisationen, nimmt den diesjährigen nationalen Equal Pay Day zum Anlass, um auf die immer noch ungleiche Bezahlung von Frauen und Männer auch in Hamburg, aufmerksam zu machen.

Für das Aktionsbündnis Equal Pay für Hamburg ein nicht hinnehmbarer Zustand, der geändert werden muss.

Das Aktionsbündnis Equal Pay für Hamburg hat dafür einen Hamburger Aktionsplan Equal Pay www.equalpayfuerhamburg.com erarbeitet und darin acht Handlungsfelder mit akutem Handlungsbedarf aufgezeigt
• Rollenbilder und Stereotypen aufbrechen
• Aufwertung von sozialen Berufen
• Reform des Einkommenssteuersystems, Abschaffung des Ehegattensplittings
• Durchsetzung des Entgelttransparenzgesetzes
• Mit positivem Beispiel vorangehen
• Hamburgisches Gleichstellungsgesetzt reformieren
• Gleichstellungscheck bei Konjunkturmaßnahmen
• Frauen in den Medien sichtbar machen

Das Bündnis macht damit auf die Folgen der erheblichen Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männer aufmerksam, klärt über die strukturellen Ursachen auf und fordert die notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung ein.

Der Hamburger Aktionsplan Equal Pay wurde am 10.03.2021 an über 240 verantwortliche Akteurinnen aus der Politik, Verbänden und Organisation geschickt mit der Aufforderung, die Forderungen zu unterstützen und dementsprechend zu handeln

Weitere Informationen auf der Website www.equalpayfuerhamburg.com

Hamburger Aktionsplan Equal Pay (PDF 123 KB)

2021-03-09T15:08:11+01:00März 9th, 2021|

Kerstin Heiligenstetter und Annett-Katrin Wohlgemuth moderieren virtuellen Neujahrsempfang

Mit dem Thema »Di | gi | ta | li | sier | ung, die; Substantiv, feminin« haben das Forum Frauennetzwerke Region Stuttgart gemeinsam mit fim e.v. bei ihrem diesjährigen virtuellen 2. Neujahrsempfang einen Nerv getroffen: 1400 Teilnehmende erlebten in der zweistündigen Live-Übertragung ein Feuerwerk an Diskussion und Inspiration zum Thema, wie Frauen die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich gestalten können.

Eloquent moderiert wurde der Abend von Kerstin Heiligenstetter, Gründerin der Initiative »She’s Mercedes« bei der Mercedes-Benz AG und Annett-Katrin Wohlgemuth, Leiterin der Initiative »BeWomen« der BW-Bank und Stellvertretende Bundesvorständin von fim Frauen im Management e.V., die mit Fiona Liebehenz, Director International Key Account e-Commerce bei Bosch Professional Power Tools und Anja Hendel, seit Anfang 2020 Managing Director der Stuttgarter Digitalagentur diconium zwei hochkarätige Digitalisierungs-Expertinnen zu Gast hatten.

Welche spannenden Erkenntnisse die Teilnehmenden aus dem Austausch gewinnen konnten, lesen Sie in der Pressemitteilung anbei.

Wir danken allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung mitgeholfen haben und allen Gästen für Ihre aktive Teilnahme, den Austausch und die Impulse im virtuellen Chat.

Hier finden Sie die Pressemeldung des BPW Stuttgart: Virtueller Neujahrsempfang 2021 des Forums Frauennetzwerke Region Stuttgart

2021-01-24T20:21:59+01:00Januar 24th, 2021|

»Eine Gesellschaft, die auf Frauen in Führungspositionen verzichtet, ist nicht zukunftsfähig«

Bei der Preisverleihung würdigten Handelskammer-Präses Norbert Aust und Vizepräses Astrid Nissen-Schmidt die Anstrengungen der drei Gewinner im Hinblick auf die Besetzung der Chefetagen mit Frauen. »Eine Gesellschaft, die auf Frauen in Führungspositionen verzichtet, ist nicht zukunftsfähig«, betont Astrid Nissen-Schmidt. »Die Corona-Krise kann hier als Chance für eine neue Mixed Leadership-Offensive gesehen werden. Wir erleben eine Flexibilisierung des Arbeitsortes und eine Verabschiedung der Präsenzkultur. Diese Chance sollten die Frauen jetzt nutzen.« Norbert Aust ergänzt: »Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Wir müssen Mädchen und junge Frauen in den Fächern fördern und unterstützen, die karriere- und managementorientiert sind. Das sind beispielsweise MINT-Fächer, aber auch Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften.«

Die Hamburger Hochbahn AG wurde in der Kategorie ›großes Unternehmen‹, Accenture als ›mittleres Unternehmen‹ und ThoughtWorks als ›kleines Unternehmen‹ mit dem Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg ausgezeichnet. Alle drei Unternehmen zeichnen sich durch besondere Konzepte im Bereich ›Mixed Leadership‹ aus. Der Helga-Stödter Preis wurde in diesem Jahr zum neunten Mal an Unternehmen der Hamburger Wirtschaft verliehen, die sich nachhaltig für ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen in Führungspositionen einsetzen.

Die Handelskammer Hamburg und die Helga-Stödter-Stiftung würdigen mit dem »Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg« seit 2012 Hamburger Unternehmen, die sich vorbildlich und nachhaltig für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen. Der Preis wird unterstützt durch EWMD Deutschland e.V. – European Women’s Management Development International Network, fim e.V. – Vereinigung für Frauen im Management, VdU – Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. und den fünf Hamburger Zonta-Clubs Hamburg, Hamburg Elbufer, Hamburg-Alster, Hamburg-Hanse und Hamburg Hafen.

Hier finden Sie die Pressemeldung der Handelskammer Hamburg: Preisverleihung Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg 2020

2020-09-18T13:42:16+02:00September 18th, 2020|

Gleichberechtigt – jetzt gleich!

Für den Mai geplant, durch Corona gestoppt, jetzt ein gelungener Neustart: Ein Rückblick auf unsere erste Hybrid-Veranstaltung mit Prof. Miriam Beblo am 17. August 2020

Die Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe ist in Deutschland noch lange nicht erfüllt. Da stimmt es hoffnungsvoll, dass nach 2011 und 2017 bereits im April 2019 die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, eine Sachverständigen-Kommission mit der Erarbeitung des 3. Gleichstellungsberichts beauftragte. Dieser Bericht soll die Weiterentwicklung einer geschlechtergerechten Politik unterstützen und wird als Impulsgeber für Politik, Gesellschaft und Unternehmen gesehen.

»…welche Weichenstellungen [sind] erforderlich, um die Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft so zu gestalten, dass Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen haben?« Die Aufgabenstellung ist durch die Folgen von Corona hochaktuell.

Kommissionsmitglied Prof. Miriam Beblo erläuterte die Zusammensetzung, Qualifikationen und Arbeitsweise der Kommission. Die gemeinsame Definition der ‚Leitidee‘, die Erarbeitung der gleichstellungspolitischen Ziele. Nur die Handlungsempfehlungen, die erst am Ende des Jahres präsentiert werden sollen, blieben uns leider noch verschlossen. Fakt ist, dass die Digitalisierung maßgeblich unsere Arbeits- und Lebenswelt verändert. Fakt ist, dass sie die Trennung der sozialen Schichten verstärkt. Fakt ist auch, dass Geschlechterverhältnisse in der bisherigen Debatte so gut wie keine Rolle spielen, aber zentral sind. Das muss sich ändern!!!

Für alle Interessierte gibt es Informationen zum Gleichstellungsbericht unter www.dritter-gleichstellungsbericht.de. Dort kann auch der Newsletter abonniert oder der Stand der Arbeiten auf Twitter @gleichgerecht verfolgt werden.

Die anschließende Frage-Antwortrunde aus dem Auditorium und über die Chat-Funktion aus ganz Deutschland klappte prima und brachte uns die Sichtweise von Frau Beblo noch näher. Fazit: wir alle sind gefragt, die Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen als Multiplikatoren umfassend sichtbar zu machen, um Druck auf Politik, Gesellschaft und Unternehmen auszuüben. Hier sind alle Frauennetzwerke mit ihren Verbindungen gefragt.

Es tat gut, sich wieder real auszutauschen, die 1,50 m-Vereinzelung durch Nähe und Empathie zu überbrücken und einen ‚Neustart‘ mit Hilfe von Frau Untiedt (Direktorin Zentralbibliothek) und einem professionellen ‚Männer-Technik-Team‘ zu erleben. Dank den Herren M. Schugardt & K. Reschke.

Gemeinsam Türen öffnen.
Geht doch!

Maike Timm, Marion M. Lietke, Sabine Wendler.
Regional-Leitung fim Hamburg

Text: Marion M. Lietke
Fotos: Sabine Wendler

2020-08-21T11:26:44+02:00August 21st, 2020|

Wien um 1900: Eine virtuelle Kunstführung über starke Frauen

Ein wunderschöner Sommerabend und rund 30 Frauen im Management (fim-Mitglieder und Interessentinnen) aus ganz Deutschland treffen sich in einem virtuellen Raum. Sie begrüßen sich per Videokonferenz, tauschen ein paar Neuigkeiten aus und schenken sich vielleicht ein Glas Wein ein.

Dann beginnt der bilderreiche Vortrag: Irene Bergdolt-Andreae spricht über Wien um 1900: Die Stadt ist ein Schmelztiegel und ächzt unter dem Zuzug von Menschen aus allen Nationen der K&K-Monarchie, während diese Monarchie längst in den letzten Zügen liegt. Kunst und Wissenschaften berauschen sich an der morbiden Endzeitstimmung, und Siegmund Freud findet hier den Schlüssel zu seiner Psychoanalyse. Es geht um die Secession und Künstler wie Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Aber auch um das zeitgemäße und funktionale Design der Wiener Werkstätte. Auch die Mode wird reformiert: Die Wespentaille weicht dem modernen Reformkleid. Gleichzeitig kämpfen Frauenrechtlerinnen für Gleichberechtigung, Wahlrecht und soziale Sicherung. Oder für den Weltfrieden! Frauen organisieren auch die Wiener Salons, bei denen Wissen und Tratsch in gleichem Maße herumgereicht werden. Und wer weiß, was noch alles geschehen wäre, hätte der erste Weltkrieg dieses glänzende Gewebe aus Traum und Wirklichkeit nicht jäh beendet.

Nach 50 Minuten ist der Vortrag vorbei, virtuelle klatschende Hände schweben über den Bildschirm, ein paar Fragen werden erörtert, alles in allem dauert die Veranstaltung knapp 90 Minuten – eine willkommene Pause, ein kreatives Kraftpaket – und ein Format, dass es ohne Covid-19 nicht so schnell gegeben hätte.

Die virtuelle Kunstführung der fim Regionalgruppe München, als Ersatz für die zum gleichen Termin geplante nicht durchführbare Führung »Thierry Mugler: Couturissime«, war ein Versuch, der ein voller Erfolg wurde. An diesem Beispiel zeigt sich, wie in einem kreativen, lösungsorientierten Miteinander fim Frauen im Management etwas Neues schaffen, das zu einer echten win-win-Situation führt: Die Kunstführung wurde nicht abgesagt, Irene Bergdolt-Andreae führte wie jedes Jahr voller Esprit durch ein interessantes Thema und zwei Teilnehmerinnen möchten dieses Veranstaltungsformat für ihre firmeninternen Frauennetzwerke übernehmen. Ein doppelter Gewinn – für Kultur und fim.

Bildmontage unter Verwendung des Bildes »Portrait der Adele Bloch-Bauer« von Gustav Klimt aus dem Jahr 1907 (Von Gustav Klimt, 1. The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202. 2. Neue Galerie New York, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=153485)

2020-08-19T19:13:52+02:00August 19th, 2020|
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